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P R E S S E M I T T E I L U N G
11. März 2009

Medienbote: Medienanstalten sehen kleine TV-Sender in Existenznot

Die Landesmedienanstalten befürchten, dass der Rückgang der Werbeerlöse im Zuge der Wirtschaftskrise zur Einstellung weiterer privater Fernsehkanäle führen könnte. "Die kleinen Sender, die über die geringsten finanziellen Polster verfügen, trifft es am härtesten. Sie sind am stärksten in ihrer Existenz gefährdet", sagte Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten, dem Branchendienst "Medienbote". Daher könne es zu einer weiteren Marktbereinigung kommen. Die ersten Auswirkungen sind bereits zu spüren: GIGA wird Ende März eingestellt, FAB und Saar TV sind insolvent, das Deutsche Gesundheitsfernsehen zieht sich ins Internet zurück und Tier.TV kündigt einen Stellenabbau an.

Langheinrich befürchtet, dass der konjunkturelle Abschwung zu einer Schieflage zu Ungunsten der Privatsender führen könnte. "Die Wirtschaftskrise trifft einen Teil des dualen Systems mit aller Härte, während der andere Teil deutlich weniger betroffen ist", erklärte Langheinrich. "Die privaten Veranstalter sind den konjunkturellen Schwankungen des Werbemarkts ausgesetzt, der öffentlich-rechtliche Rundfunk hingegen ist durch die erst jüngst wieder erhöhten Gebühren abgesichert. Wir sehen unsere Aufgabe als Landesmedienanstalten darin, das Gleichgewicht im dualen System wieder herzustellen. Möglicherweise könnte ein Werbeverzicht von ARD und ZDF dazu beitragen."

Trotz der Krise warnt Langheinrich die TV-Veranstalter vor Einsparungen am Programm. "Als Wächter und Unterstützer des privaten Rundfunks werden die Landesmedienanstalten darauf achten, dass die Privatsender auch in ihrem eigenen Interesse in Krisenzeiten ihren publizistischen Auftrag erfüllen, da sie damit einen wichtigen Beitrag im dualen System leisten." Für ein Vollprogramm wäre es keine geeignete Antwort auf die Krise, die Programmqualität zu vernachlässigen und nur noch auf die Prämisse "Quote komm' raus!" zu setzen. Langheinrich schlägt vor, im Gegenzug zu überlegen, in Mediengesetzen Anreize für qualitativ hochwertige Programme zu schaffen, durch die die Veranstalter zu anspruchsvollen Inhalten angespornt würden.

Das vollständige Interview mit Thomas Langheinrich erscheint in der Ausgabe des Medienboten vom 12.03.2009. Das Branchenmagazin berichtet außerdem über die Umwandlung des Kinderkanals Jetix in Disney XD und das von Spiegel TV geplante TV-Angebot für Sportfans.

Diese Pressemitteilung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Haben Sie noch Fragen zu dieser Pressemeldung? Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Nachfragen und Wünsche zur Verfügung: presse@medienbote.de

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Dr. Jörn Krieger
Freier Journalist
Am Ochsensee 28
74613 Öhringen
Tel.  +49 (0)7941-6992560
Fax   +49 (0)3212-1191274
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